Pressemitteilung

Frankfurt am Main, 01.04.2014

Abschluss der Task Force VLB+: Whitepaper veröffentlicht

„Metadaten verkaufen Bücher“ – unter diesem Motto arbeitete eine Task Force aus Vertretern von Buchhandlungen, Verlagen und Barsortimenten an konkreten Vorschlägen für den Ausbau des Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) zu einer umfassenden Metadatenbank. Das VLB soll sich von einer Titeldatenbank zu einem Marketinginstrument für die gesamte Branche weiterentwickeln.

Um das VLB auf die erweiterten Bedürfnisse seiner Nutzer anzupassen, beschäftigten sich die Arbeitsgruppen „Datenqualität und semantische Analyse“, „Bewertungsdatenbank“ und „Digitale Vorschauen und Titelinformationssystem“ intensiv mit allen Fragestellungen, die sich im Kontext der Metadatenbank ergeben.

Die wesentlichen Ergebnisse aus den einzelnen Gruppen:

Datenqualität und semantische Analyse:

  • Ein Set von „Grunddaten“ wurde definiert. Dies betrifft Metadaten, die für eine Titelmeldung essentiell sind und vom Verlag regelmäßig gepflegt werden sollten.
  • Um die Umfang und Qualität der Daten im VLB merklich zu steigern, soll die Einführung eines finanziellen Anreizsystems geprüft werden. Verlage, die vollständige Grunddaten liefern, profitieren nach diesem Modell von günstigeren Titelmeldegebühren.
  • Plausibilitäten und Prüfroutinen im VLB sollen deutlich erweitert werden.
  • Empfohlen wird der Aufbau zusätzlicher redaktioneller Services und Erweiterungen hinsichtlich einer semantischen Suche.

Bewertungsdatenbank:

  • Die Task Force empfiehlt den Aufbau einer Bewertungsdatenbank, wenn eine große Zahl von Buchhändlern von Anfang an hinter dem Projekt steht. Startbedingung ist, dass mindestens 350 Buchhandlungen gewonnen werden.
  • In eine solche Datenbank fließen alle Bewertungen der teilnehmenden Buchhandlungen ein. Zur Bestückung ihrer Websites können sich diese Buchhändler wiederum aus diesem Datenpool bedienen.
    Digitale Vorschauen und Titelinformationssystem:
  • Die Teilnehmer befürworten ein gemeinsames, branchenweites Vorgehen beim Thema digitale Verlagsvorschauen.
  • Der Vorschaudienst soll nicht in Anlehnung an die Printvorschau gedacht werden, sondern als umfassendes Titelinformationssystem. Ziel ist es, den Workflow zwischen Verlag und Buchhandel zu optimieren.
  • Grundlegend sind ein gemeinsamer Datenpool sowie Schnittstellen zu bestehenden Verlagssystemen und zu den Marketing-, Warenwirtschafts- und Bestellsystemen der Buchhändler.
    Moderiert wurde die VLB-Task Force durch die MVB, die zum Abschluss ein umfassendes Whitepaper unter dem Titel „VLB+ Die Metadatenbank“ vorlegt. Neben einem Überblick über das Thema Metadatenbank VLB+, enthält es die detaillierten Empfehlungen der einzelnen Arbeitsgruppen.

Interessenten können das Whitepaper unter folgendem Link abrufen: http://info.vlb.de/home/vlb-plus.html

Ansprechpartnerin bei der MVB ist Sandra Schüssel, E-Mail: s.schuessel@mvb-online.de


Über das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB):
Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher listet seit mehr als 40 Jahren nahezu alle lieferbaren deutschsprachigen Publikationen. Zurzeit enthält das VLB Informationen zu über 1,7 Millionen Titeln von mehr als 21.000 Verlagen. www.vlb.de:http://www.vlb.de

Über die MVB:
Die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ist ein Tochterunternehmen des Gesamtverbands Börsenverein des Deutschen Buchhandels und bietet Verlagsprodukte und Dienstleistungen, die das Marketing von Büchern unterstützen und die Orientierung am Markt erleichtern. Der Service für Buchhändler und Verleger im immer komplexer werdenden Markt hat Priorität. Unabhängigkeit und Wirtschaftlichkeit gehören zu den Prinzipien der Arbeit der MVB. Unter dem Dach der MVB sind folgende Kernprodukte gebündelt: das Börsenblatt, als auflagenstärkstes Fachmagazin des deutschen Buchhandels, das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB), die umfassendste Kommunikations- und Marketingplattform der Branche, libreka!, die E-Book-Distributionsplattform, sowie das Buchjournal, das Kundenmagazin für den Buchhandel. www.mvb-online.de

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