Pressemitteilung

Frankfurt am Main, 26.09.2013

MVB reagiert auf Rechtstreit FAZ ./. buch.de – VLB-Daten ab Anfang Oktober ohne Rezensionen

Die MVB reagiert mit dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) auf die gerichtliche Auseinandersetzung vor dem Landgericht München zwischen der FAZ und buch.de über die Verwendung von Rezensionsauszügen bei der Online-Buchwerbung.

Da das VLB einen außergewöhnlich hohen Verbreitungsgrad von Daten gewährleistet, sieht sich die MVB im Interesse ihrer Kunden bis auf weiteres zu folgenden Schritten gezwungen:

  • Im VLB können Rezensionen weiterhin importiert und gespeichert werden, sie werden aber nicht mehr im Titelkatalog angezeigt und nicht mehr an angeschlossene Plattformen exportiert.
  • Gleiches gilt für die Speicherung der U4 in den multimedialen Zusatzobjekten.
  • Auf libreka! wird die U4 in den Volltexten ebenfalls nicht mehr angezeigt, auch hier kann sie aber weiterhin importiert und gespeichert werden.

Den Nutzern der VLB-Daten wird dringend empfohlen, ihren Datenbestand zu prüfen, zu aktualisieren oder entsprechend anzupassen, damit sie sichergehen, dass die betroffenen Inhalte nicht mehr angezeigt werden.

Nutzung von Rezensionen mit gültiger Lizenzvereinbarung
Verlage, die die erforderlichen Rechte besitzen, werden gebeten, sich beim Kundenservice der MVB zu melden (Tel. +49 (0)69 1306-550; Mail serviceline@mvb-online.de). Verfügen sie über eine Lizenzvereinbarung mit den Zeitungsverlagen, können die Felder bei diesen Verlagen kurzfristig wieder aktiviert werden. Die MVB verweist im Weiteren auf die von der Rechtsabteilung des Börsenvereins verfassten Regeln zur Verwendung von Buchrezensionen.

Hinweis für Verlage
Rezensionen, die in den Haupt- und Kurzbeschreibungen stehen, können ob der unterschiedlichen Schreibweisen von der MVB nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Die Verlage werden in ihrem eigenen Interesse von der MVB gebeten, ihre Titel auf mögliche Rezensionen in den Haupt- und Kurzbeschreibungen zu überprüfen und ggf. die korrigierten Texte dem VLB zu übermitteln.

Hintergrund:
Da das Landgericht München die ungenehmigte Verwendung von Rezensionsausschnitten aller Voraussicht nach als urheberrechtswidrig einstufen wird, rechnet die MVB ohne die aufgeführten Schritte mit einer erheblichen Gefahr anwaltlicher Abmahnungen. Diese würden nicht nur die Buchhandels- und sonstigen Kunden belasten und verärgern, sondern zu erheblichen Kosten führen, die – wie bei dem aktuellen Rechtsstreit – letztlich von den betroffenen Verlagen zu tragen wären.
(Mehr unter: http://www.boersenblatt.net/638130)

Leider kann die MVB die Gegenmaßnahmen nur auf einer für alle im VLB enthaltenen Rezensionen gültigen Ebene treffen. „Wir hoffen sehr, dass sich die derzeitigen Probleme bei der Werbung mit Rezensionsausschnitten in den kommenden Wochen und Monaten lösen lassen und weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Empfehlungen des Börsenvereins hin“, erklärt Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB.

Weitere Auskünfte für Kunden des VLB unter:
Tel. +49 (0)69 1306-550; Fax +49 (0)69 1306-255; Mail serviceline@mvb-online.de