Pressemitteilung

Frankfurt am Main, 30.12.2014

Weihnachtsgeschäft 2014: Buchhandel zieht positive Bilanz

Weihnachtsgeschäft endet im Buchhandel mit einem Umsatzplus von 2,9 Prozent | Jeweils mehr als 500.000 Exemplare von Hape Kerkeling und Gregs Tagebuch Band 9 verkauft | Stichprobe des Börsenblatts liefert aktuelle Marktdaten

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Der Buchhandel in Deutschland blickt auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zurück. Die letzten Tage vor Heiligabend haben dem stationären Buchhandel noch einmal einen ordentlichen Schub gegeben: Das diesjährige Weihnachtsgeschäft hat den Buchhandlungen durchschnittlich ein Umsatzplus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beschert. Das geht aus aktuellen Marktdaten hervor, die das Fachmagazin Börsenblatt ermittelt hat.

Die Kunden nutzten sehr intensiv die Tage vor Heiligabend, um ihre Buchgeschenke zu besorgen: „Eine Woche vor Heiligabend ging das große Weihnachtsgeschäft los“, so Barbara Wilke von der gleichnamigen Buchhandlung in Neustrelitz. Irmgard Clausen von der Riemannschen in Coburg spricht von einem „super Endspurt“. „Der 23. war der Hammer!“, meint Stephanie Krawehl vom Hamburger Lesesaal. Insbesondere viele kleine Buchhandlungen verzeichneten ein sehr gutes Ergebnis. Insgesamt habe das Weihnachtsgeschäft „zu einem schönen Jahresplus beigetragen“, rechnet Brigitte Wagner von der Buchhandlung Beer in Rosenheim vor.

Die Liste der beliebtesten Titel im Weihnachtsgeschäft wurde klar von zwei Büchern angeführt: Band 9 von Gregs Tagebuch ging nach Angaben des Baumhaus-Verlags rund eine halbe Million Mal über die Ladentheke. Im Sachbuch behauptet sich an der Spitze unangefochten Hape Kerkelings „Der Junge muss an die frische Luft“ (Piper), von dem rund 570.000 Exemplare abgesetzt wurden.

Beim Sachbuch folgten bei den Bestsellern Giulia Enders „Darm mit Charme“ (Ullstein) und Peter Scholl-Latours Orient-Analyse „Der Fluch der bösen Tat“ (Propyläen). In der Belletristik waren sehr gefragt: Patrick Modianos „Im Café der verlorenen Jugend“ (dtv), Ken Folletts „Kinder der Freiheit“ (Bastei Lübbe), Lutz Seilers „Kruso“ (Suhrkamp), Sebastian Fitzeks Psychothriller „Passagier 23“ (Droemer) sowie Robert Seethalers „Ein ganzes Leben“ (Hanser Berlin).

Beliebt waren im Endspurt wieder Last-Minute-Geschenke. Allerdings hat sich der Stellenwert von Büchern geändert: „Das Buch ist bei den Kunden nicht mehr das Hauptgeschenk, sondern Beigabe zu anderen Geschenken“, resümiert nicht nur Friederike Herrmann von der Buchhandlung Bindernagel in Friedberg.

Generell liefen viele Regionalia außerordentlich gut, teilweise gingen hier bis zu 200 Exemplare eines Titels über den Ladentisch einer Buchhandlung. Auch mit Non-Books wurden beträchtliche Einnahmen erzielt. Die Lage bei den Kalendern erwies sich als sehr unterschiedlich: Einige Buchhändler verzeichneten Einbrüche, andere Zuwächse bei den Jahresplanern.

Für die Stichprobe hat das Börsenblatt deutschlandweit 50 Buchhandlungen unterschiedlicher Umsatzklassen befragt. Erhebungszeitraum für die aktuellen Zahlen war das gesamte Weihnachtsgeschäft vom 24.11. – 24.12.2014 (KW 48 – 52) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


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Motiv aus der "Vorsicht Buch!"-Kampagne "Mach es wie der Nikolaus" – Copyright: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V.

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