Tipps und Ideen für den Einsatz von Kundenmagazinen. Folge 1

Zahlen, bitte! Oder: Was passiert eigentlich mit meinen Buchjournalen?

Sechsmal im Jahr erhalten Sie Ihre Buchjournal-Exemplare. Was machen Sie eigentlich damit? Verteilen an die Kunden, ja klar, aber sonst? Selbst lesen? Themen finden? Zu statistischen Zwecken nutzen? Fangen wir mal mit Letzterem an.

Die Statistik

Sie bekommen die von Ihnen gewünschte Menge an Heften. Die wenigsten Buchhandlungen wissen, wie viele Hefte in welcher Form in welcher Zeit die Buchhandlung verlassen. Manche Kunden nehmen sich ein oder mehrere Exemplare von den Stapeln am Eingang oder neben der Kasse mit, anderen wird das Heft mit den gekauften Büchern zusammen in die Tasche getan. Bevor Hefte liegen bleiben, verteilt man sie lieber.

Ist das sinnvoll?

Eine genauere Analyse der Nachfrage ist nur möglich, wenn der Abfluss der Hefte zuzuordnen ist. Das klappt, wenn Sie eine abgezählte Menge an die üblichen Stellen legen und jeden Abend die noch vorhandenen Exemplare zählen. Die Stapel füllen Sie wieder auf, denn am nächsten Abend wird wieder gezählt. Zwei Wochen lang. Und ohne aktive Zustimmung des Kunden wird in dieser Testphase kein Heft mehr „auf gut Glück“ mitgegeben.

Sie erfahren in der ersten Woche, an welchen Tagen und von welchen Auslageorten besonders viel mitgenommen wurde. In der zweiten Woche werten Sie aus, ob sich an diesem Ergebnis etwas ändert und zusätzlich, ob die Nachfrage nach dem Heft insgesamt angestiegen oder abgefallen ist. Dann haben wir Ende Juni und Sie haben zwei Wochen Zählpause (aber das Nachfüllen nicht vergessen).
Mitte Juli zählen Sie die noch im Laden befindlichen Hefte. Oh, alle weg? Sie sollten über eine Aufstockung der Menge nachdenken. Sind noch mehr als 50 Prozent der bezogenen Menge da, sollten Sie über eine Änderung in Ihrer Art des Verteilens bzw. der Auslage nachdenken.

Warum der ganze Aufwand?

Werden die meisten Hefte in den ersten zwei Wochen mitgenommen, spricht viel dafür, dass Sie eine aktive Leserschaft haben, die zusätzliche Hintergrundinformationen schätzt. Wenn Ihre Zielgruppen das Buchjournal lieben, können Sie die dort enthaltenen Themen in der Buchhandlung bewusst aufnehmen und bespielen. Ein besonderer Tisch mit „Empfohlen im Buchjournal“ zeigt Wirkung.
Ist die Nachfrage nach den Heften hingegen eher schleppend, müssen Sie innovativ agieren. Anregungen dazu erhalten Sie in der nächsten Folge.

Herzlichst,
Ihre Gudula Buzmann