Tipps und Ideen für den Einsatz von Kundenmagazinen. Folge 8

Guter Plan! Oder: Wie Sie das Buchjournal strategisch nutzen können

Die letzten Wochen haben in den meisten Buchhandlungen gezeigt, wie schnell die verfügbare Zeit für strategische Überlegungen in operativen Notwendigkeiten untergehen kann. Die Datenschutz-Erfordernisse haben vermutlich wenig Zeit gelassen, über die Individualisierung der nächsten Buchjournal-Ausgabe nachzudenken, oder?

„Man muss ja nicht alles selbst machen.“

So oder ähnlich könnten Sie argumentieren, denn Sie können natürlich auch die vorgeschlagenen Texte übernehmen, um die individualisierten Seiten zu gestalten. Die Textvorschläge sind gut und passen vielleicht sogar zu dem, was Sie sonst sowieso zur Gestaltung des individuellen Bereichs ausgewählt hätten.

Selbst gemacht ist trotzdem besser

Wenn Sie jedoch wirklich IHR Buchjournal im Laden haben möchten, kommen Sie an strategischen Überlegungen zur Gestaltung der Seiten für die nächsten 12 Hefte (ja genau! Zwei Jahre!) nicht vorbei. Sie wissen nicht, welche Titel dann aktuell sind? Nein, ist aber auch nicht nötig.
Denn die erste Überlegung lautet: Was möchten Sie im Konsum-Bewusstsein Ihrer Kunden in den nächsten zwei Jahren verankern? Das kann „Kommt vorbei“ oder „Live im Laden“ sein, um die Frequenz im Laden zu erhöhen. Es kann der Generationenwandel sein, wenn Sie mit einem Nachwuchsteam jüngere Kunden gewinnen möchten. Es kann aber auch der Ausbau eines gut gestarteten Firmenkundengeschäfts sein.

Aber der Aufwand …

… ist überschaubar. Sie haben ja bereits Ihre Highlights beim Einkauf ausgewählt. Schreiben Sie die Besprechungen schon anhand der Leseexemplare. Und ergänzen Sie dann für alle Hefte Ihre strategischen Schwerpunkte.

So wird „Live im Laden“ auf Veranstaltungen hinweisen, eine anspruchsvolle Schnitzeljagd nach Novitäten ankündigen oder zum Verpackungswettbewerb in der Vorweihnachtszeit aufrufen.
Wählen Sie den Generationenwandel, könnte es immer einen kurzen Dialog zwischen Nachwuchsteam und junger Zielgruppe geben: zu Büchern, Blogs oder dem Faktor Zeit bei intensiver Mediennutzung.
Sollte es um das Firmenkundengeschäft gehen, lägen Sie mit „Was liest gerade …“ und einem Interview mit jeweils einem Firmen-VIP des Ortes richtig. Das füllt mehr als 12 Hefte.

Herzlichst,
Ihre Gudula Buzmann